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Der Augsburger Dom

Beim Augsburger Dom handelt es sich um die Kathedrale des Bistums Augsburg und ist zugleich die Stadtpfarrkirche der Dompfarrei. Ein anderer Name für den Dom ist „Hoher Dom Mariä Heimsuchung“.

Der Dom stellt neben der Basilika St. Ulrich und Afra, der Kirche St. Anna und der Moritzkirche einen der bedeutendsten Kirchenbauten der Stadt Augsburg und ist entsprechend auch eine beliebt Sehenswürdigkeit.

Der Kern der heute zu sehenden Anlage entstand ab 995, wobei der Ursprung des Doms auf das 8. Jhr. datiert wird.

Unter dem Dom wurden Fundamente aus dem 4. Jhr. gefunden. Diese weisen wahrscheinlich auf eine frühchristliche Kirche und einen Bischofssitz hin. Der Dom befindet sich innerhalb der Stadtmauern der ehemaligen römischen Provinzhauptstadt namens Augusta Vindelicum.

Wikterp und Simpert waren die Bischöfe, unter denen die ersten nachweisbaren Dombauten entstanden. Aus dem Jahre 822 stammt die erste urkundliche Erwähnung des Mariendomes.

Ab 923 ließ Bischof Ulrich die Beschädigungen aufgrund der Einfälle der Ungarn beseitigen.

Unmittelbar nach dem Einsturz des Westbaus im Jahre 994 wurde der Neubau des Domes begonnen. Dies geschah durch den Bischof Liutold mit Unterstützung der Kaiserin Adelheid.

Bereits im Jahre 1006 war der Aufbau fertiggestellt. Dieser Wiederaufbau stellt immer noch den Kern des heutigen Domes dar, nämlich Westquerhaus und Mittelschiff.

Unter Bischof Heinrich II. Gab es schließlich weitere größere Baumaßnahmen. Das genaue Ausmaß dieser ist nicht ganz klar. Als gesichert gilt jedoch, dass hier ein vollständiges Bauwerk verändert und nicht ein unterbrochener Bau fertiggestellt wurde.

Unter Heinrichs Nachfolger wurden diese Umbauten dann schließlich vollendet. Von diesem wurde auch im Jahre 1065 ein Hauptaltar im Westchor eingeweiht.

Im Jahre 1178 wurde dann schließlich im Zuge einer weiteren Baumaßnahme das komplette Quer- und Langhausdachwerk ersetzt.

Von 1331 an wurde der Ausbau des romanischen Domes dann vorangetrieben, vor allem durch die Errichtung doppelter Seitenschiffe. Solche waren zu dieser Zeit auch am Kölner Dom entstanden. Ebenso wurde das Mittelschiff mit Kreuzrippengewölben eingewölbt.

Der Grundstein für den mächtigen Ostchor wurde im Jahre 1356 durch den Bischof Marquardt I. von Randeck gelegt, wobei dieser dann erst 1431 zur Vollendung kam.

Die Forschung hat wiederholt bestätigt, dass die ausgeführte Form des Ostchores des Augsburger Domes das Resultat einer komplexen Baugeschichte ist.

Erst in jüngerer Zeit durchgeführte Untersuchungen konnten die komplexe Abfolge von Planung und Bau klären.

Der Südturm wurde in romanischem Stil erst in der Zeit der Spätgotik aufgestockt, und zwar im Jahre 1487, fast ausschließlich in Backstein.

In den Jahren 1537-1548 wurde das Gotteshaus durch protestantische Bilderstürmer verwüstet. Im Laufe der Gegenreformation wurde die zerstörte Ausstattung nach und nach ersetzt.

Der Nordturm wurde im Jahre 1565 erhöht, auch in romanischem Stil. Die Umgestaltung des Dominneren in barocke Formen erfolgte in den Jahren 1655-1658. Diverse Kapellenanbauten kamen im weiteren Verlauf hinzu. Jedoch blieben hiervon nur der Zentralbau sowie die Marienkapelle am Kreuzgang erhalten.

In den Jahren 1852 bis 1863 schließlich beseitigte man die Barockausstattung, woraufhin der Rückbau des Doms im Sinne der Neugotik erfolgte. Bedeutende mittelalterliche Gemälde und Plastiken wurden nach und nach hinzugekauft, um die historisierende Ausstattung zu ergänzen.

Die Raumgestalt des Mittelalters wurde im Jahre 1934 rekonstruiert, so wie auch die Farbfassung wiederhergestellt wurde.


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