Botanischer Garten Augsburg

Im Jahre 1936 erstand auf einem 1,7 Hektar messenden Gelände der Botanische Garten Augsburg. Die Größe des Geländes ist inzwischen auf 10 Hektar angewachsen. Im Botanischen Garten Augsburg sind mehr als 3.100 Pflanzenarten und -sorten anzutreffen. Besonders hervorzuheben sind die mehr als eine Million Zwiebelpflanzen in Wechselbeeten und Freiflächen, die im Frühjahr zu bewundern sind.

Die Lage des Botanischen Gartens ist östlich des Siebentischparks am Augsburger Stadtwald anzusiedeln. Vom benachbarten Zoo wird der Garten nur vom Dr.-Ziegenspeck-Weg getrennt. Sowohl Botanischer Garten als auch Zoo sind mit der Buslinie 32 der Augsburger Verkehrsgesellschaft zu erreichen. Natürlich sind auch eine Vielzahl von Parkplätzen vorhanden, die an freien Tagen mit gutem Wetter aber durchaus auch knapp werden können.

Der Botanische Garten Augsburg hat das ganze Jahr über geöffnet.

Im Jahre 1878 wurde eine Stadtgärtnerei errichtet, und zwar auf dem Thenn’schen Gartengut genau zwischen Gögginger Straße und Rosenaustraße. Dies geschah, nachdem die Stadt Augsburg das Gelände erworben hatte, das etwa 6 Hektar Fläche umfasste.

Ein Zugang durch die Öffentlichkeit war jedoch zunächst nicht vorgesehen.

Für die 1886 stattfindende „Schwäbische Kreisausstellung“ jedoch wurden Parkwege angelegt, woraufhin das Gelände auch für Besucher geöffnet wurde.

Nach der genannten Ausstellung wurde das Gelände von der Stadt in den Stadtgarten umgewandelt. Auf einem Teil der Fläche verblieb zudem die Stadtgärtnerei.

Die Stadtgärtnerei an der Gögginger Straße sollte durch Beschluss des Augsburger Stadtrates im Jahre 1935 aufgegeben werden. Der Beschluss sah ebenfalls vor, in der Nähe des Siebentischparkes eine neue Stadtgärtnerei zu eröffnen. Diese sollte auch einen Lehr- und Schulgarten umfassen. Nachdem am 19. November 1935 der erste Spatenstich erfolgt war, kam es im September 1936 zur Eröffnung des Lehr- und Schulgartens auf einem Gelände, das etwa 1,7 Hektar umfasste. Bei den Besuchern waren besonders die exotischen Pflanzen beliebt, die im Palmenhaus und im Victoria-regia-Haus vorzufinden waren.

Da Augsburg eine Stadt mit Rüstungsindustrie war, wurde es im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Auch der Botanische Garten blieb von den heftigen Zerstörungen nicht verschont. Der Lehr- und Schulharten konnte erst gegen Ende der 1940er Jahre wieder hergestellt werden. Die Gewächshäuser und Zieranlagen wurden während des Krieges von den Augsburgern als Gemüsefelder genutzt. Nach Kriegsende wurde ein Freizeit- und Bildungskonzept erarbeitet, in das die Gartenflächen des Botanischen Gartens immer mehr einbezogen wurden.

Nachdem feststand, dass im Jahre 1985 die bayerische Landesgartenschau in Augsburg stattfinden würde, erfuhr der Botanische Garten noch einmal einen kräftigen Aufschwung. Zum 2000-jährigen Jubiläum der Stadt sollte hier auf Bestreben des Freistaates Bayern ein dauerhafter und wichtiger Beitrag geleistet werden. Angrenzendes Gelände wurde genutzt, um die Fläche des Gartens, die zu dem Zeitpunkt etwa 5 Hektar betrug, zu verdoppeln. 

Es wurde ein Japanischer Garten eingerichtet, der auf 4.200 Quadratmetern Platz fand. Fachliche Unterstützung erfuhr dieses Projekt durch die Partnerstädte Nagahama und Amagasaki, die ihre Wertschätzung für das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zum Ausdruck bringen wollten. Die finanzielle Realisierung wurde möglich durch das Engagement der Stadtsparkasse Augsburg.

Auch wenn die Finanzsituation für die Stadt Augsburg angespannt war, wurden durch die Stadt laufend Mittel für den Betrieb des Botanischen Gartens bereitgestellt. Durch diese Mittel wurde auch der Bau des Schaugewächshauses ermöglicht. Dieses wurde schließlich im November 2003 fertiggestellt und eröffnet.

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